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Pochod Tyrsovych Borcu
Der Komponist Václav Vačkář widmete diesen Marsch der gesamtbündischen tschechischen Turnorganisation, deren Gründung 1862 in Prag von Miroslav Tyrš initiiert wurde, wobei dieser sich die deutsche Turnbewegung zum Vorbild nahm. Die Mitglieder der Bewegung, die Sokolen (tschechisch: „Falke“), orientierten sich an den Prinzipien des antiken Griechenlands („ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“) und verfolgten das Ziel, durch körperliche, moralische und intellektuelle Bildung eine starke, nationale Identität zu fördern. Trotz mehrmaligen Verbotes in der jüngeren Geschichte (während des Ersten Weltkriegs, der nationalsozialistischen Besatzung und erneut von den kommunistischen Regimen nach 1948), wurde die Bewegung nach dem Ende des Kommunismus in den frühen 1990er Jahren in der Tschechischen Republik und weltweit wiederbelebt und ist bis heute im Breitensport aktiv.
Der „Marsch der Tyrš-Kämpfer“ (auch als „Marsch der Tyrš-Turner“, „March of Tyrs’s Champions“ bekannt) ist eine Hommage an die unzähligen Sokolen, die sich u. a. auch alle paar Jahre zu großen Sport- und Kulturfestivals, sogenannte Slets (tschechisch für „Vogelschwarm“), zusammenfanden, bei denen Tausende von Mitgliedern synchornisierte Massengymnastikübungen vorführten.
Dieses Marschjuwel aus Vačkářs genialer Komponistenfeder überzeugt sowohl beim Marschieren als auch im Konzert.











